Der Klimawandel ist real: Alle zehn Jahre nimmt die vom Menschen verursachte Erderwärmung um 0,2 °C zu. Alternative, regionale Materialien für Kleidung, Papier, Plastik & Co. müssen zur Norm werden. Hanf ist eines dieser alternativen Materialien. Erfahren Sie hier, wie der nachhaltige Rohstoff einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Hanf, Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Hanf, Nachhaltigkeit und Klimaschutz - drei verschiedenen Begriffe, die eines gemeinsam haben: Sie wurden in den letzten Jahren in der Gesellschaft immer präsenter - und werden nach wie vor heiß diskutiert. Eine nachhaltige Lebensführung bekommt im Alltag vieler Menschen eine immer größere Bedeutung. Denn um die Europäischen Energie- und Klimaziele zu erreichen ist es notwendig, dass jede/r einzelne einen Beitrag dazu leistet. Unter anderem in dem wir regionale Alternativen bevorzugen. Eine dieser nachhaltigen Ressourcen ist Hanf.

Denn wussten Sie, dass...

  • Hanf eine unkomplizierte und umweltfreundliche Pflanze ist? Sie wächst in beinahe jedem Klima, kommt ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmittel aus und verbessert den Boden.
  • Hanf im Vergleich zu Baumwolle 2-3-mal so viel Fasern liefert? Jedoch ganz ohne Einsatz von Pestiziden und einer damit verbundenen Verschmutzung von Boden und Grundwasser.
  • Hanftextilien im Vergleich zu Baumwolle besonders widerstandsfähig und schmutzabweisend sind? Zudem sind die Stoffe wärmer und saugfähiger.
  • Für Hanfpapier keine Regenwälder gerodet und zahlreiche Bäume gefällt werden müssen? Die umweltfreundliche Papieralternative ist um einiges reiß- und zugfester und kann viel öfter recycelt werden als herkömmliches Papier.
  • Die Beschaffung von Medikamenten beinahe den größten Klimafußabdruck im Gesundheitssektor ausmacht? Und natürliche, unterstützende Erzeugnisse auf CBD Basis dagegen ansetzen?
  • Plastik auf Hanfbasis im Vergleich zu Kunststoffen biologisch abbaubar, nicht giftig und ebenso widerstandsfähig ist?
  • Hanf als alternativer Energie- und Baustoff genutzt werden kann?

Der Beitrag der Hanfpflanze zu einer negativen CO2 Bilanz

Der Beitrag der Hanfpflanze zu einer negativen CO2 Bilanz

Hanfanbau

Hanf gilt als besonders unkomplizierte und umweltfreundliche Pflanze. Sie ist wenig anfällig für Schädlinge und von der Saat bis zur Ernte dauert es nur bis zu 120 Tage, je nach dem zu welchem Zwecke er angebaut wird. Da Hanf so schnell wächst und ein dichtes Blätterkleid besitzt, verdrängt er Unkraut. Der Einsatz von Herbiziden ist deshalb nicht notwendig.

„Besser für die Umwelt und zeitsparend für den Bauern.“

Ein weiterer Vorteil von Hanf ist die hohe Selbstverträglichkeit. Er kann mehrmals auf dem gleichen Acker angebaut werden und verbessert die Bodenqualität. Schwermetalle werden herausgezogen.

„Hanf verträgt Trockenheit besser als andere Pflanzen.“

Die tiefen Wurzeln der Pflanzen erreichen auch Wasser in tieferen Erdschichten. Ein besonders bedeutender Punkt in Hinblick auf den Klimawandel und die damit verbundenen immer länger werdenden Trockenphasen. Die langen Wurzeln ermöglichen es der Hanfpflanze, CO2 im Boden zu speichern. Ganze 300 kg pro Tonne Pflanzenmaterial [1].

„Ein Hektar Hanf ist genauso effizient wie ein Hektar Regenwald.“, so die European Hemp Association.

Nachhaltiger Hanfanbau

Hanf als Nahrungsmittel

Als heimische, gut verträgliche Superfood-Alternative ist die Hanfpflanze ein wahrer Nährstofflieferant. Hanfprotein und Hanfsamen sind reich an Protein. Hanföl versorgt uns mit wertvollen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren und besitzt ein ideales Fettsäureprofil. Im Verglich zu Avocado, Chiasamen und Co. sind jedoch keine langen Transportwege mit dem Flugzeug notwendig. Hanf ist zudem glutenfrei und ideal für spezielle Ernährungsformen.

Nachhaltige Kleidung aus Hanf

Wir leben im Fast-Fashion Zeitalter. Die Produktion und Entsorgung von Kleidungsstücken waren noch nie so hoch wie heute. Dies wirkt sich negativ auf die CO2-Bilanz aus. Derzeit sind rund 80 % der Bekleidung aus Kunstfasern auf Erdölbasis. Deren Wiederverwertung und Entsorgung ist für die Umwelt belastend. Aber auch Kleidung aus Baumwolle stellt eine enorme Last für die Umwelt dar. Weltweit werden etwa 25 % der Insektizide und 10 % Prozent der Pestizide für den Baumwolle-Anbau verwendet und Bio-Baumwolle ist nicht gleich Bio-Baumwolle [1].

Wussten Sie, dass der Begriff Bio in der Textilindustrie nicht geschützt ist? Es gibt keine Standards für dessen Verwendung.

Im Vergleich zu Baumwolle & Co. liegt Hanf klar im Vorteil. Die Pflanze ist weniger anfällig für Schädlinge, kann umweltfreundlich angebaut werden und wächst schnell nach. Der Ertrag ist dreimal höher als bei Baumwolle und weniger Wasser wird ebenso benötigt [1].

Nachhaltige Kleidung aus Hanffasern

Ein Umstieg auf Hanfkleidung ermöglicht neben einer erhöhten CO2-Absorption auch einen Umstieg auf hochwertige, hautfreundliche Kleidung, die länger hält. Unter diesen Aspekten relativiert sich der höhere Preis von Textilien auf Hanfbasis [1]. Kleidung aus Hanf ist grundsätzlich frei von Chemikalien & Co., die bei herkömmlicher Kleidung im Zuge der Waschvorgänge nach und nach über das Abwasser in den Nahrungskreislauf gelangen.

Hanf als Brenn- und Baustoff der Zukunft

Hanf findet ebenso Einsatz als alternativer Brenn- und Baustoff. Denn der Bau von Gebäuden und Straßen verursacht einen Großteil des CO2-Ausstoßes – wie in weiterer Folge auch der Betrieb von Wohnungen, Büroräumen und Co. Besonders in der Baubranche besitzt Hanf großes Potenzial, denn die Pflanze wird nicht nur regional erzeugt und verarbeitet, sondern kann auch problemlos entsorgt werden. Denn das Problem bei vielen Baumaterialien: Sie sind als Sondermüll klassifiziert.

Eingesetzt werden Hanfmatten als Dämm-Material für Wände, Dach und Boden oder Hanfbeton. Zweiteres ist zwar schwächer als herkömmlicher Beton, kann aber als Füllung in Holzgerüsten verwendet werden. Hier werden hauptsächlich Pflanzenreste zu Baustoffen weiterverarbeitet. So kann die ganze Pflanze genutzt werden.

Wussten Sie, dass Porsche einen Rennwagen mit einer aus Hanf gefertigten Karosserie baute? Diese ist umweltfreundlicher und traditionellen Kohlefaserwerkstoffen in Gewicht und Steifigkeit ähnlich.

Bereits im Jahr 1941 entwickelte Henry Ford ein Auto, dessen Treibstoff aus Hanf gewonnen wurde – bis man wieder auf Erdöl umstieg. Dennoch sind auch pflanzliche Treibstoffalternativen eine Belastung für die Umwelt – und Hanf kann weitaus effizienter genutzt werden [1].

Hanf als umweltfreundlicher Papierersatz

Zeitungen, Bücher, Toilettenpapier & Co., Deutschland verbraucht so viel Papier wie die Kontinente Afrika und Südamerika zusammen. Jeder zweite industriell gefällte Baum wird zu Papier weiterverarbeitet, so die WWF [2]. Papier aus Hanf ist eine Möglichkeit, die Wälder zu schonen. Hanf wächst um einiges schneller als ein Baum – und der Boden kann direkt danach wieder bepflanzt werden. Ein weiterer Vorteil: Hanfpapier ist reißfester und lässt sich öfter recyceln [1].

Wussten Sie, dass wir von CBD VITAL unsere biozertifizierten CBD Öle ausschließlich in Versandkartons verschicken, die aus 100 % Recyclingmaterial hergestellt werden? Auch das Füllmaterial besteht aus Papier, welches umweltfreundlich und biologisch abbaubar ist.

Hanf als Alternative zu Kunststoff und Papier

Hanf als Alternative zu Kunststoff

Plastik wird ein immer größeres Problem für die Umwelt. Von den 8,3 Milliarden Tonnen, die im Jahr 2015 produziert wurden, wurden nur etwa 9 % recycelt. Beinahe 80 % davon wurden deponiert – unter anderem im Meer. Auch hier ist es notwendig, sich Alternativen zu überlegen. Mittlerweile gibt es bereits biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe – dennoch wird bei diesen nach wie vor Erdöl zu Herstellung eingesetzt. Pflanzliche Kunststoffe aus Hanf könnten die Nutzung von Erdöl verringern [1].

Hanf als natürliche Alternative für ein verbessertes Körpergefühl

Bereits vor vielen Jahren wurde Cannabis als Medizin eingesetzt. Mit dem Kommen der Pharmaindustrie rückte die Pflanze jedoch wieder in den Hintergrund. Wichtig zu wissen: Im Gesundheitsmarkt macht der ökologische Fußabdruck von Medikamenten einen ziemlich großen Anteil aus – und auch im Abwasser sind Arzneimittelreste messbar, die über die Abflüsse in die Umwelt kommen. Die Cannabinoide können als ergänzende Alternative und unterstützend zu konventionellen Mitteln eingesetzt werden. Für ein verbessertes Wohlbefinden und eine geringere Belastung der Umwelt [1].

Gibt es Nachteile beim Hanfanbau?

Die Hanf-Ernte ist im Vergleich zu Baumwolle & Co. aufwendiger. Es braucht spezielle Maschinen, um die stabilen Fasern der nachhaltigen Hanfpflanze zu verarbeiten. Herkömmliche Geräte müssten modifiziert werden. Da die Hanfpflanze an sich sehr robust und groß ist, ist sie für den Weitertransport nur bedingt geeignet. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollte Hanf vor Ort produziert und verarbeitet werden, sodass nicht erst wieder weitere Kilometer anfallen [1].

Jeder kann etwas gegen den Klimawandel tun

Mittlerweile steht fest, dass der Mensch für die globale Erwärmung und den Klimawandel hauptverantwortlich ist. Und die ersten Folgen bekommen wir bereits zu spüren: Extreme Wetterereignisse, wie Überschwemmungen oder Waldbrände, sind derzeit existenter denn je. Aber auch das Eis in der Arktis und Antarktis schmilzt – und die Meeresspiegel steigen. Fest steht, dass die Treibhausgas-Emissionen sofort reduziert werden müssen.

„Wird nicht bald etwas dagegen unternommen, ist die 1,5 Grad-Begrenzung der Erderwärmung unerreichbar.“, so der Weltklimarat [3].

Drastische Folgen des Klimawandels

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf sämtliche Weltregionen und deren Einwohner. Der Meeresspiegel steigt, Gletscher schmelzen und heftige Wetterereignisse sind mittlerweile Realität. Am schwersten davon betroffen sind die Entwicklungsländer – sie leben von ihrer natürlichen Umwelt und den Ressourcen. Aber auch viele Pflanzen- und Tierarten können sich kaum mehr anpassen und sind vom Aussterben bedroht. Die Gesundheit und die Existenz vieler Menschen ist durch den Klimawandel gefährdet [4].

Doch was ist schuld daran? Haupttriebfeld des Klimawandels sind die sogenannten Treibhausgase. Sie sind die größte Herausforderung - und verstärken den Treibhauseffekt und die Erderwärmung.

Treibhausgase als Haupttriebfeld des Klimawandels

Ursachen des Klimawandels: Kohlendioxid-Emissionen als Hauptschuldige?

Allgemein sorgt der natürliche Treibhauseffekt für angenehme Temperaturen auf der Erde. Ohne ihn wäre es auf unserem Planeten eiskalt. Mit der Industrialisierung nimmt die Treibhausgas-Konzentration jedoch stark zu. Das Kyto-Protokoll nennt insgesamt 6 Treibhausgase. In ihren Konzentrationen stark angestiegen sind vor allem

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Methan
  • Distickstoffoxid
  • Fluorierte Gase [5]

Besonders hoch ist die Kohlendioxid-Konzentration. CO2 an sich ist zwar nicht schädlich – jedoch die Menge des Gases in der Atmosphäre der Erde. Denn durch ein zu viel an CO2 in der Luft, heizt sich die Erde deutlich mehr auf, als sie sollte. Und derzeit ist die CO2 Belastung definitiv zu hoch. Sie wird primär vom Menschen verursacht – und gilt als die Hauptursache der Erderwärmung.

CO2 entsteht großteils im Zuge der Verbrennung fossiler Brennstoffe, durch die Abholzung von Wäldern sowie durch die Viehzucht.

Die Europäische Kommission teilte mit, dass von 2011 bis 2020 das bis dato wärmste Jahrzehnt war. Jährlich nimmt diese Erwärmung um 0,2 °C zu. Ziel ist es, die Erderwärmung unter 2 °C zu halten und sie auf 1,5 °C zu begrenzen. Steigen die Temperaturen um 2 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit, hat dies folgenschwere Auswirkungen auf die Umwelt und das Wohlergehen der Menschen.

Fazit

Wir leben auf der Erde, weil die lebensfreundlichen Temperaturen und Umstände es uns bis jetzt erlaubt haben. Wir sollten nicht dagegen arbeiten, sondern daran, dass dies auch weiterhin möglich ist. Hanf ist ein nachhaltiger Rohstoff, der uns dabei helfen kann, die Welt auch in Zukunft lebenswert zu halten. Die traditionsreiche Pflanze kann beinahe überall angebaut werden und ist dabei schonend zum Boden und zur Umwelt. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Der Punkt ist längst gekommen, an dem wir uns Gedanken um alternative, nachhaltige Rohstoffe machen müssen. Hanf bietet dabei vielversprechende Möglichkeiten. Für die Wende zu einer nachhaltigen, naturverträglichen Wirtschaftsweise.

Quellen

[1] Takats, J. (2021). Das kleine Buch vom Cannabis. Was man darf. Wie es wirkt. Wann es hilft. Heyne Verlag: München.

[2] WWF. (2021). Aus Wäldern wird Papier. Download vom 18. August 2021, von [Quelle]

[3] Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. (2021). Weltklimabericht – Klimawandel verstärkt Wetter- und Klimaextreme. Download vom 16. August 2021, von [Quelle]

[4] Europäische Kommission. (o.J.). Folgen des Klimawandels. Download vom 16. August 20201, von [Quelle]

[5] Europäische Kommission. (o.J.). Ursachen des Klimawandels. Download vom 16. August 20201, von [Quelle]